Das Balkonkraftwerk ist eine innovative Lösung für Menschen, die gerne umweltfreundlichen Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen möchten, aber keinen Zugang zu einem großen Dach oder Garten haben. Diese Mini-Solaranlagen sind ideal für eine Montage auf dem Balkon und ermöglichen es den Verbrauchern und Verbraucherinnen, kostenlose ihren eigenen Strom zu erzeugen und zu nutzen. Interessant ist dabei, dass der Bund derzeit bürokratische Hürden bezüglich der Anlagen abbaut und einige Bundesländer sogar Zuschüsse für dein Mini-Kraftwerk auf dem Balkon zahlen. Alles darüber erfährst du hier.
Was ist ein Balkonkraftwerk?
Die Idee hinter einem Balkonkraftwerk – gerne auch als Mini-PV, Plug-in PV oder Stecker-Solaranalge bezeichnet – ist einfach: Das Balkonkraftwerk lässt sich ohne feste Installation auf Balkon oder Terrasse aufstellen und zur Produktion von Solarstrom nutzen. Der Unterschied zur Solaranlage für Dächer besteht darin, dass Stecker Module deutlich kleiner (800 Watt, 600 Watt, 400 Watt oder 300 Watt Maximalleistung) ausfallen und ohne Anleitung einfach aufzubauen sind.

Durch die Installation von Solarmodulen auf dem Balkon kannst du Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln und direkt im Haushalt nutzen. Diese Lösung ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bietet auch finanzielle Vorteile. Indem du mit deinem eigenen Balkonkraftwerk Strom erzeugst, reduzierst du deine Energiekosten und bist unabhängiger von Energieversorgern.
Mit einem Balkonkraftwerk hast du insbesondere als Mieterin oder Mieter die Möglichkeit, deinen eigenen Beitrag zur Energiewende zu leisten und deine CO²-Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus sind die Mini-Solaranlagen einfach zu installieren und erfordern keine großen Umbaumaßnahmen. Für Menschen, die sich für erneuerbare Energien interessieren, aber begrenzte Ressourcen haben, bieten Balkonkraftwerke eine spannende Möglichkeit, umweltfreundliche Energie zu erzeugen und zu nutzen.
Anders als eine Photovoltaikanlage für das Hausdach ist das Balkonkraftwerk nur für den eigenen Verbrauch gedacht und nicht darauf ausgelegt, Strom ins Netz einzuspeisen.
Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk besteht aus einem oder mehreren Solarmodulen in Verbindung mit einem Wechselrichter. Abhängig vom jeweiligen Anbieter bekommst du deine Mini-PV-Anlage inklusive der Bauteile für die Anbringung auf dem Balkon nach Hause geliefert. Du kannst sie dir natürlich auch von einem Elektriker vor Ort installieren lassen.
Ist die Anlage auf dem Balkon montiert, wird das Solarmodul mit dem Wechselrichter verbunden, sodass dieser den produzieren Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln kann. Mithilfe eines Kabels lässt sich die Anlage ganz einfach mit einer Steckdose in deiner Wohnung oder auf dem Balkon verbinden.
Alle Geräte, die mit dem Stromnetz deines Haushalts verbunden sind, nutzen so den eingespeisten Solarstrom. Nur wenn der von den Solarpanels produzierte Strom nicht mehr ausreicht, um die Geräte zu versorgen, wird Elektrizität aus dem öffentlichen Netz bezogen.
Wie installiere ich ein Balkonkraftwerk?
Die Installation einer Mini-Solaranlage wie dem Balkonkraftwerk ist relativ einfach und kann von jedem selbst vorgenommen werden um Strom zu sparen. Darum ist es auch Privatpersonen in Deutschland erlaubt, Anlagen bis zu einer Leistung von 600 Watt eigenständig zu installieren und an das Hausnetz anzuschließen.
Darüber hinaus gibt es bei der Gesetzesänderung eine Neuerung bezüglich der Installationsvorgaben, nachdem sich der Branchenverband VDE (Verband für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) für einfachere Regeln und die Nutzung von Schuko- statt Wieland-Steckern ausgesprochen hat.

In Zukunft – genauer gesagt, ab Januar 2024 – soll es den Nutzern von Balkonkraftwerken sogar erlaubt sein, über einen Wechselrichter bis zu 800 Watt Strom ins Hausnetz einzuspeisen.
In einfachen Schritten zum Balkonkraftwerk
Mit folgender Checkliste geben wir dir eine Anleitung zur Installation deiner Mini-Solaranlage an die Hand. Ein besonderer Vorteil der Solarmodule für die Steckdose ist die Tatsache, dass du sie ohne Elektriker installieren und bei einem Umzug einfach wieder demontieren kannst.
- Kosten kalkulieren: Mit einem Solarstromrechner kannst du prüfen, ob sich für dich das Balkonkraftwerk lohnt?
- Rücksprache mit Vermieter: Noch vor dem Kauf eines Balkonkraftwerkes solltest du dein Vorhaben mit dem Vermieter absprechen.
- Standort festlegen: Außer am Balkon kannst du eine Mini-Solaranlage auch auf einem Garagendach oder an einer Fassade anbringen. Über alle möglichen Örtlichkeiten kannst du dich hier informieren: Kleines Kraftwerk – Strom einfach selbst erzeugen
- Technik prüfen: Nicht immer muss der Stromzähler ausgetauscht werden. In der Regel ist das nur bei einem alten Zähler ohne Rücklaufsperre notwendig. Wohnst du in einem sehr alten Gebäude, ist die technische Überprüfung des Haus-Stromnetzes angebracht.
- Stecker wählen: Für eine Mini-Solaranlage brauchst du einen entsprechenden Stecker. Du kannst wählen zwischen einem einfachen Schuko-Stecker oder einem Wieland-Spezialstecker. Letzterer ist nicht unbedingt erfolrderlich und außerdem mit zusätzlichen Kosten verbunden.
- Auswahl Balkonkraftwerk: Sind alle bis hierher genannten Schritte erledigt, kannst du ein Balkonkraftwerk kaufen. Wir empfehlen dir dafür „unser kleines Kraftwerk“. Die Bestellung ist super einfach und die Lieferung erfolgt zeitnah direkt zu dir nach Hause. Momentan spartst du mit dem Gutscheincode „kleines Kraftwerk 10“ ganze 10 Prozent bei einer Bestellung aus dem gesamten Kraftwerk Sortiment.
- Registrierung vornehmen: Die Anmeldung erfolgt zum einen beim Netzbetreiber und zum anderen bei der Bundesnetzagentur.
- Installation abschließen: Das Montieren eines Balkonkraftwerkes ist super einfach. Du steckst alle gelieferten Teile zusammen und verbindest die Module am Ende mit dem Stromkreislauf.
Unser Tipp:
Bevor du ein Balkonkraftwerk kaufst und installierst, benötigst du das Einverständnis des Vermieters, außer es handelt sich um eine Eigentumswohnung. Dann müsste die Eigentümergemeinschaft informiert werden. Dabei ist zu beachten, dass es keinen generellen Anspruch auf den Betrieb eines Balkonkraftwerks für Eigentümer und Mieter gibt. Juristisch gesehen entscheidet allerdings der Standort der Module darüber, ob der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft dem Balkonkraftwerk zustimmen müssen oder nicht.
Wie erfolgt die Balkonkraftwerk-Anmeldung?
Alles Wichtige zur Anmeldung für deine Mini-PV-Anlage haben wir hier zusammengefasst. Bis Ende 2023 ist die Anmeldung beim Netzbetreiber noch notwendig – im kommenden Jahr fällt sie weg.
- Registrierung beim Netzbetreiber: Ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von bis zu 600 Watt kannst du einfach per Brief formlos bei deinem Netzbetreiber anmelden.
- Anmeldung bei der Bundesnetzagentur: Die Registrierung im Marktstammdatenregister ist ein einfacher Vorgang, den du auf den Seiten der Bundesnetzagentur vornehmen kannst. Dabei gehst du folgendermaßen vor:
- a) Anlegen eines Benutzerkontos und eines MaStR-Zugangs mit dir als Administrator
- b) Registrierung deiner Person oder deines Unternehmens als Anlagenbetreiber
- c) Registrierung deiner Stromerzeugungsanlage oder eines Betreiberwechsels
Auf der Anmeldeseite gibt es einen „Assistenten zur Inbetriebnahme“, welcher dich bei der Registrierung durch die verschiedenen Datenformulare der Einheit führt.
Was kostet eine Photovoltaik Anlage für den Balkon?
Die Preise von Balkonkraftwerken sind gar nicht so unerschwinglich, wie vielleicht angenommen. Komplettpakete sind bereits ab ca. 600 Euro zu bekommen. Für ein teureres Modell musst du etwas tiefer in die Tasche greifen und bis zu 1200 Euro investieren.
Mit diesen Anlagen kannst du laut Experten etwa 10 bis 20 Prozent dss Strombedarfs für deinen Haushalt abdecken. Das bedeutet: Dein Stromzähler läuft langsamer und dein Verbrauch an Strom aus dem öffentlichen Netz reduziert sich.


Wie viel Strom genau du mit der Mini-PV-Anlage produzierst, ist abhängig von den Sonnenstunden pro Jahr und der Ausrichtung der Anlage.
Noch eine gute Nachricht zum Schluss: Seit Januar 2023 musst du beim Kauf einer Steckeranlage keine 19 Prozent Mehrwertsteuer mehr zahlen, was die Anschaffung noch günstiger macht.
Zudem gibt es einige Förderprogramme, welche dich bei der Investition in eine Mini-Solaranlage unterstützen. Benötigte Wechselrichter, die dem Netz- und Anlagenschutz entsprechen, sind bei den hierzulande angebotenen Balkonkraftwerken inklusive und kosten dich keinen Cent extra.
Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk?
Die Verbraucherzentrale Niedersachsens macht dazu folgende Aussagen:
„Die Anschaffung eines Balkonkraftwerks lohnt sich fast immer. Je nach Standort der Anlage und dem eigenen Nutzungsverhalten dauere es nur etwas länger, bis sich die Module amortisieren.„
Ein Balkonkraftwerk allein macht sich bereits nach einigen Jahren bezahlt. In Verbindung mit einer Speichermöglichkeit dauert es etwas länger. Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 25 Jahren ist die Zeit der kostenlosen Stromproduktion mit dem bereits nach wenigen Jahren abbezahltem Balkonkraftwerk recht lang.
Für einen 4-Personen-Haushalt, der im Schnitt 4.000 kWh Strom verbraucht, kann die Stecker-Solaranlage diesen Grundverbrauch teilweise abdecken. Erzeugt die 1.000 Euro teure Anlage für etwa 600 kWh Strom im Jahr, würde sich daraus bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde eine Ersparnis von 180 Euro pro Jahr ergeben.
In diesem Beispiel hätte sich das Balkonkraftwerk bereits nach fünfeinhalb Jahren amortisiert und würd dannach noch ca. 20 Jahre kostenlosen Strom liefern.
Weitere Faktoren, welche die Frage nach der Anschaffung von Balkonkraftwerken beeinflussen, sind:
- der aktuelle Strompreis
- der erzeugte kostenlose Strom pro Jahr
- die Lebensdauer der Anlage (Kosten Reparatur und Wartung)
- Förderung des Balkonkraftwerks vorhanden
- örtliche Sponsoren
Noch ein Rechenbeispiel:
Der Stromverbrauch eines durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalts in Deutschland liegt bei etwa 2.890 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Balkonkraftwerke liefern einen durchschnittlichen Ertrag von 70 bis 90 Kilowattstunden pro 100 Watt Nennleistung. Hat deine Steckeranlage zwei Module mit je 300 Watt Leistung, erreichst du die gesetzliche vorgeschriebene Grenze für Balkonkraftwerke mit einer Maximalleistung von 600 Watt und kannst damit für den 2-Personen Haushalt maximal 20 Prozent des Strombedarfs pro Jahr decken.
Somit hätten sich je nach Anschaffungskosten für die Module viele Balkonanlagen schon nach 5 Jahren amortisiert. Mit einer Förderung von 500 Euro, Verkürzt sich diese Zeit noch um einiges.
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Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein ohne Genehmigung?
Grundsätzlich sind in Deutschland Balkonkraftwerke als sogenannte Einsteck-Anlagen bis zu einer Einspeiseleistung von 600 Watt erlaubt. Die 600 Watt beziehen sich dabei nicht auf die Leistung der Solarmodule, sondern auf die Einspeiseleistung, die am Ausgang des Wechselrichters ausgegeben wird.
Es ist zu überlegen, ob man seine kleine PV-Anlage für den Balkon nicht sogar mit einer Überbelegung durch weitere Solarpaneele ausstattet, um mehr Strom zu produzieren und somit auch bei ungünstigen Wetterbedingungen möglichst hohe Erträge zu erzielen.
Eine Anmeldung der Anlage per Gesetz in jedem Fall erforderlich. Die häufig angeführte Bagatellgrenze für die Mini-PV-Anlage mit einer Leistung von unter 600 Watt gibt es in Deutschland nicht.
Diese Angaben stammen aus der EU-Verordnung und sind nur für einige wenige Länder gütlig. Deutschland gehört nicht dazu.


Anlagen ohne Anmeldung dürfen hierzulande nur betrieben werden, wenn sie keine Verbindung zu einem öffentlichen Stromnetz aufweisen.
In Deutschland müssen alle PV-Anlagen außerdem den vorgeschriebenen technischen, energiewirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Vorschriften sowie den Anforderungen an die Versorgungssicherheit und den Vorgaben des Netzbetreibers entsprechen. Diese Vorgaben werden unter anderem bei der Anmeldung überprüft.
Wie hoch ist die Strafe, wenn ich mein Balkonkraftwerk nicht anmelde?
In Deutschland fallen alle PV-Anlagen unter den § 95 des Energiewirtschaftsgesetz EnWG. Dieser besagt, dass:
- ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig sowie
- ohne Genehmigung nach § 4 Abs. 1 ein Energieversorgungsnetz betreibt.
Dies betrifft die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur. Hinzu kommt die bislang noch gültige Pflicht beim Netzbetreiber.
Meldest du deine Mini-PV-Anlage nicht im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur an, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Diese könnte theoretisch mit einem Bußgeld von maximal 50.000 € bestraft werden.
Betreiber nicht konformer Solaranlagen müssten außerdem mit Strafzahlungen an den Netzbetreiber rechnen. Nicht konforme Anlagen, sind z. B. solche, die keinen regelkonformen Wechselrichter haben, mehr als 600 Watt Leistung erbringen oder den falschen Stromzähler verwenden.
Die Strafzahlungen machen bis zu zehn Euro monatlich pro Kilowatt installierte Leistung aus, wobei der Netzbetreiber dabei nicht Wechselrichter meint, sondern die Gesamtleistung der Solarmodule.
Allerdings finden Kontrollen bezüglich nicht angemeldeter Balkonkraftwerke kaum statt, denn weder der Netzbetreiber noch ein Ordnungsamt sind dazu wirklich in der Lage.
Was ändert sich für Balkonkraftwerke 2024?
Im Rahmen des Solarpakets I vereinfacht die Bundesregierung ab 2024 die Regelungen für den Betrieb von Balkonkraftwerken. So ist unter anderem eine vereinfachte Anmeldung geplant. Und es soll keine Meldepflicht beim Netzbetreiber mehr geben.
Die notwendige Meldung an das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur wird zudem verschlankt, sodass hier elf Daten wegfallen, die bislang gemeldet werden mussten. Darüber hinaus ändern sich die Anforderungen an den Stromzähler, sodass ab 2024 übergangsweise ein rücklaufender Zähler verwendet werden darf.


Last but not least wird die maximal zugelassene Leistung am Ausgang des Wechselrichters zukünftig 800 Watt statt der bislang erlaubten 600 Watt betragen. Zusätzlich sollen zukünftig Solarpanel mit bis zu 2.000 Watt erlaubt sein.
Auch bezüglich der Installationsvorgaben für die Mini-PV Anlagen gibt es ab 2024 Änderungen – nicht zuletzt, weil sich der VDE ((Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) für die vereinfachten Regeln und die Nutzung von Schuko- und Wielandsteckern eingesetzt hat und eine Reduzierung der bürokratischen Hürden für den Betrieb von Balkonkraftwerken fordert.
Was bringt eine 600 Watt Solaranlage am Tag?
Abhängig von der Ausrichtung der Anlage und den Wetterbedingungen in deiner Region kann eine 600 Watt Solar-Anlage pro Tag ca. 2,4 bis 4,8 kWh Strom erzeugen. Dabei solltest du darauf achten, dass du den Strom maximal nutzt und deine Waschmaschine und den Geschirrspüler immer dann einschaltest, wenn dein Balkonkraftwerk den meisten Strom produziert.
Was bringt ein Balkonkraftwerk im Winter?
Ist die Sonneneinstrahlung ausreichend, kann deine Mini-Solaranlge auch im Winter ausreichend Strom erzeugen. Nichtsdestotrotz ist es üblicherweise so, dass die Ausbeute an Strom im Winter aufgrund der niedrigen Sonnenstände und der kürzeren Tage geringer ausfällt als im Sommer.
Was muss ich beim Kauf einer Mini-Solaranlage beachten?
Wenn du über die Anschaffung einer Mini-PV-Anlage nachdenkst, hast du drei Möglichkeiten:
Lokale Elektriker:
- Kaufst du das Balkonkraftwerk bei einem Elektriker vor Ort, übernimmt dieser in den meisten Fällen auch die Installation – manchmal sogar ohne zusätzliche Kosten.
Internet-Anbieter:
- Im Internet hast du die größte Auswahl und in der Regel auch die besten Preis-Leistungs-Vergleiche. Bei einer Bestellung sind Modul-Kabel, Wechselrichter und Stecker häufig inklusive.
Achte beim Kauf in jedem Fall darauf, dass das Gerät die Norm VDE-AR-N 4105 erfüllt.
Was passiert mit nicht verbrauchten Strom vom Balkonkraftwerk?
Erzeugt dein Balkonkraftwerk mehr Solarstrom, als du aktuell verbrauchst, gelangt die überschüssige Energie automatisch in das öffentliche Stromnetz. Im Gegensatz zu Betreibern großer PV-Anlagen erhältst du dafür vom Netzbetreiber keine Vergütung.
Es stellt sich somit die Frage, ob der Strom sich speichern und für die spätere Nutzung aufbewahren lässt. Tatsächlich gibt es dafür zum Beispiel sogenannte Power Stationen – auch Solargeneratoren genannt – die je nach Gerät Stromanschlüsse für USB, 12 V, 24 V oder 220 V aufweisen.
Abhängig davon, wie das Gerät ausgestattet ist und welcher Wechselrichter verbaut wurde, kannst du damit Ladegräte, eine Lampe oder dein Notebook betreiben. Der Vorteile dieser Batterie: Sie lässt sich auch für den mobilen Einsatz verwenden und beispielsweise beim Camping mit mobilen Solarmodulen verbinden.
Eine zweite Möglichkeit ist die Verwendung eines Batteriespeichers fürs Balkonkraftwerk. Genauso wie die Powerstation handelt es sich hierbei um eine Art Batterie – in diesem Fall allerdings um ein stationäres Modell.
Der Batteriespeicher ist größer und schwerer als eine Powerstation und mit mehr Kapazität ausgestattet. Er wird fest in das Haushaltsstromnetz integriert und versorgt so alle Geräte, die an einer Steckdose angeschlossen sind.


Da die meisten Speichersysteme kein Schnäppchen darstellen, ist die Anschaffung gut zu überlegen. Die gute Nachricht: Viele der bundesweit angebotenen Batteriespeicher sind mit Marken anderer Hersteller kompatibel und können auch als Nachrüstlösung für ein bereits vorhandenes Balkonkraftwerk verwendet werden.
Einige Modelle sind wetterfest und können somit auf dem Balkon Platz finden, andere wiederum müssen zumindest in einem überdachten Bereich stehen. Auch in den Leistungen unterscheiden sich die Batteriespeicher. Und natürlich sind die Preise verschieden.
Wann es sich lohnt, einen Batteriespeicher zu installieren, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Sonneneinstrahlung
- Menge des überschüssigen Solarstroms
Laut Experten ist der Verlust an Solarstrom bei einem gut ausgelegten Balkonkraftwerk (600 Watt bei einem Stromverbrauch von 2.000 bis 2.500 Kilowattstunden pro Jahr) nicht sehr hoch. So kann man je nach Strompreis mit einem finanziellen Verlust von 50 bis 100 Euro pro Jahr bei einem 600 Watt Balkonkraftwerk ausgehen.
Das klingt nicht nach unheimlich viel Geld, macht aber in 5 Jahren einen Sparbetrag von bis zu 500 Euro aus. Je nachdem, was du für den Speicher ausgegeben hast – die Kosten hierfür bewegen sich zwischen 800 und 1200 Euro – hast du somit das Geld in 10 Jahren wieder rein. Vorausgesetzt, dein System benötigt keine Reparaturen.
Was passiert, wenn ich zwei Balkonkraftwerke betreibe?
Natürlich kann man sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, bei einem großen Balkon gleich zwei oder mehrere Balkonkraftwerke gleichzeitig zu nutzen. Im Grunde steht dem auch nichts entgegen – rein von der Funktion her. Allerdings gibt es wie in Deutschland üblich eine Reihe gesetzlicher Vorgaben, die diese Idee nicht unterstützen.
- Für Privathaushalte ist die erlaubte Strommenge, die über den Wechselrichter in das Stromnetz eingespeist wird, begrenzt – bislang auf 600 Watt und ab 2024 auf 800 Watt.
- Laut Norm VDE-AR-N 4105 darf pro Haushalt die Grenze der Gesamtleistung von 600 Watt nicht überschritten werden. Außerdem ist pro Stromkreis nur ein Balkonkraftwerk erlaubt, sodass du maximal drei Balkonkraftwerke mit einer Leistung von 200 Watt anschließen dürftest. Ab 2024 entsprechend mit den höheren Werten: 800 Watt = zwei Anlagen mit 400 Watt.
- Um von den entsprechenden vereinfachten Anmelderegelungen für Mini-PV-Anlagen zu profitieren, darf nur ein Balkonkraftwerk pro Stromkreis genutzt werden.
Die Kombination von zwei Balkonkraftwerken ist natürlich möglich. Hast du beispielsweise bereits eine Stecker-Solaranalage mit 300 Watt Leistung installiert, könntest du eine weitere dazu stellen. Wichtig ist, dass du die erlaubte maximale eingespeiste Strommenge von derzeit 300 Watt und ab 2024 800 Watt nicht überschreitest.


Da gemäß der Norm VDE V 0100-551-1:2018-05 eine Stromerzeugungseinrichtung pro Endstromkreis erlaubt ist und Häuser oder Wohnungen in der Regel drei Stromkreise haben, könntest du jedoch theoretisch an jeden Stromkreis ein Balkonkraftwerk anschließen und jedes einzelne davon durch einen eigenen Leitungsschutzschalter steuern.
Damit bleibt auch bei drei Balkonkraftwerken mit einer Leistung von jeweils 600 Watt die vereinfachte Anmeldung möglich. Allerdings musst du dafür mithilfe eines Elektrikers herausfinden, welche Steckdose welchem Stromkreis zuzuordnen ist.
Gibt es eine Balkonkraftwerk Förderung?
Die derzeit bekannten Förderprogramm für ein Balkonkraftwerk der einzelnen Bundesländer haben wir im Folgenden für dich zusammengefasst. Allerdings besteht die Aufzählung nicht auf Vollständigkeit:
Berlin zahlt Mietern bis zu 500 Euro für ihre Balkonkraftwerke
Wer in Berlin wohnt, erhält eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 500 Euro beim Kauf einer Steckersolaranlage. Fallen die Kosten für die Anschaffung der Balkonkraftwerke niedriger aus, werden lediglich diese erstattet.
Pro Wohnung wird eine Balkonsolaranlage gefördert, unabhängig davon, ob es sich um eine Mietwohnung oder Eigentumswohnung handelt. Der Antrag für den Zuschuss muss vor dem Kauf der Anlage gestellt werden. Es stehen Geldmittel für insgesamt 14.000 Wohnungen bereit. Wenn du davon profitieren möchtest, wende dich gleich an die Investitionsbank Berlin (IBB).
Sachsen bezuschusst das Balkonkraftwerk mit 300 Euro
Seit Juni 2023 gibt es in Sachsen für die Stecker-PV-Anlagen pauschal 300 Euro. Anträge dafür kannst du bei der Sächsischen Aufbaubank einreichen. Die Förderung gibt es nur für Anlagen, die nach dem 22. Juni 2023 gekauft wurden.
In Sachsen musst du deine Anlage erst installieren, bevor du die Förderung beantragen darfst. Voraussetzungen für den Bonus sind folgende:
- Solarmodule mit mindestens 300 Wp (Watt Peak = W, ist die Einheit, mit der die elektrische Leistung von Solarzellen definiert wird)
- der Wechselrichter darf bis zu 600 Watt einspeisen
Mecklenburg-Vorpommern zahlt Mietern 500 Euro
In Mecklenburg-Vorpommern werden Mini-PV-Anlagen pauschal mit bis zu 500 Euro bezuschusst. Beantragen kannst du die Förderung beim Ministerium für Klimaschutz und Landwirtschaft. Auch hier erfolgt die Antragstellung erst nach Anschaffung und Installation der steckerfertigen PV-Anlage.
Für Eigentümer von Wohnungen stehen keine Mittel mehr zur Verfügung. Mieter erhalten pro Wohnung für eine Anlage maximal 500 Euro bzw. bekommen die Kosten in Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben erstattet, sofern diese unter 500 Euro liegen.
Auch Städte und Kommunen setzen vermehrt Förderprogramme für Balkonkraftwerke auf. Darunter sind beispielsweise diverse Großstädte wie:
- Achen
- Augsburg
- Bonn
- Düsseldorf
- Essen
- Freiburg
und noch einige mehr.
Unser Tipp:
Achte genau auf die Fristen für die Antragstellung. Bei einigen Förderprogrammen musst du deinen Förderantrag bereits vor dem Kauf der Anlage stellen, um einen Zuschuss zu bekommen. Bei anderen erst nach dem Kauf und der Montage.
Fazit zu den Balkonkraftwerken
Im Hinblick auf die hohen Strompreise und die zu erwartenden Lockerungen bezüglich der Anmeldung und den technischen Voraussetzungen kann sich für viele Menschen mit einer Mietwohnung die Anschaffung eines Balkonkraftwerks lohnen.
Du musst ja nichts überstürzen. Die Geräte werden immer besser und auch Förderungen können noch hinzukommen, sodass du auch dich in Ruhe umschauen und informaieren kannst, bevor du mit deinem eigenen Balkonkraftwerk startest.
Sparen kannst du natürlich nicht nur mit dem Balkonkraftwerk, sondern auch mit einem Stomvergleich bei Check24:
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